ATELIER KAREN LAKAR
Karin Müller-Wohlfahrt

ZWEIKÄMPFER 2008/ H:160 cm B:150 cm

Acryl/Gips 2003 160 cm x 130 cm x 90 cm Titel: Stützen und Halten oder Titel: „Krokodil und Mensch“ 2003 Krokodile gehören zur Familie der Panzerechsen, sie sind Symbolträger seit Urzeiten. Ein Beispiel von Kraft und Gefahr zeigt das Ritual bei den Aborigines in Australien das die 13 Jährigen mit dem Krokodil zum Kampf ins Wasser schickt. Der Sieger ist zum Mann geworden und ihre Haut wird durch Schnittwunden und deren Narben zur Krokodilshaut. Die Krokodile waren dem alten Ägypten heilig. Das Krokodil lockt sein Opfer durch Weinen an und vergießt Tränen beim verschlingen. Es gibt keine Krokodiltränen an dieser Skulptur mehr. Eine Seite der Plastik zeigt eine Vierteilung. Der Schnittpunkt ist der Perspektivenwechsel. Er liegt in der Mitte ihrer Seele. Was bezeichnet der Punkt? Die Gegenwart als bloßen Schnittpunkt von Erinnertem, Vergangenem, Geahntem und Zukünftigen – also Illusion. Die Gegenwart ist keine eigene Zeitkategorie. Das Stückwerk aus Erinnern und Erahnen ist JETZT! Aus welcher Perspektive betrachte ich oder der Betrachter die Skulptur? Die einzelnen Krokodilsarten unterscheiden sich durch Reliefbildung und Länge der Schnauze. Diese hier gezeigte Schnauze ist lang genug um den Rücken der Frau zu bedecken und damit einen Schutz und Halt zugeben andererseits sie auch in Bewegungsunfähigkeit zusetzen. Die Schnauze liegt entspannt wie auf einem Felsen in der Sonne. (Aber mit der Öffnung des Rachens würde das Krokodil die Frau verschlingen.)

Das Sein existence 1997 I Beton/Gips mit Acrylfarbe H 65 cm I B 28 cm I L 126 cm

Individuation individuation 1998 I Ytong H 65 cm I B 40 cm I T 30 cm